Seit März 2019 bin ich einundsechzig Jahre alt und blicke auf ein Leben zurück, dass im Außen selten kontinuierlich verlaufen ist. In einem Assessment würde ich das vielleicht als Strategie der Honigbiene zu verkaufen versuchen. Denn tatsächlich, in meinem scheinbaren Herumschwirren habe ich ja viel Honig sammeln dürfen und bin dabei meiner inneren Bestimmung (fast) immer treu geblieben.

 

In der ersten Lebens- und Berufsphase trieben mich Wissenserwerb und Wissensvermittlung an. Mein Kopf schien mir ein guter Zufluchtsort zu sein vor den emotionalen Zumutungen des Lebens. Die überbordenden Gefühle ließen sich besser aushalten in mentaler Distanz.

 

In meiner reifen Lebens- und Berufsphase bin ich zu den Quellen meiner Empfindsamkeit zurückgekehrt und lerne täglich mehr, der Weisheit meines Herzens zu folgen. Kopf und Bauch dürfen dabei sekundieren. So werden endlich aus vernünftigen Entscheidungen auch kluge Entscheidungen.

 

 

Ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich diese Erfahrungen durch meine tägliche Arbeit weitergeben darf.