Vorhang auf für unsere "innere Familie"


Ego-States oder Ich-Zustände oder Selbst-Zustände

 

Jeder Mensch verfügt über ein System voll ausgebildeter innerer Persönlichkeiten mit einer gewissen Autonomie und eigener Identität. Neurobiologen sprechen von Modulen oder states of mind. Das Gehirn geht aus Effektivitätsgründen feste Verbindungen ein zwischen bestimmten Erinnerungen, Gefühlen, Wahrnehmungen und dem Verhalten. Diese bleiben als innere Einheiten verbunden und führen ein autonomes inneres Eigenleben. Bei Bedarf werden sie aktiviert. Das ermöglicht es uns, effektiv mit Veränderungen unserer Umwelt umzugehen. Sie sind also entstanden aus der Interaktion mit der Umwelt und entspringen der Notwendigkeit, im Zusammenhang mit Veränderungsprozessen Probleme zu lösen oder Konflikte zu bewältigen. Sie sind kreative Ausgestaltungen des Gehirns im Bemühen der Gesamtpersönlichkeit, durch die Welt mit all ihren Veränderungen zu kommen.

 

Jeder dieser Ich-Zustände besitzt eigene Affekte, Körperempfindungen, Erinnerungen, Phantasien, Verhaltensweisen. Jedes Ego-State hat eigene Wünsche, Träume und Bedürfnisse. Sie stehen in Beziehungen zueinander wie Familienmitglieder, weshalb sie auch als innere Familie bezeichnet werden. Obwohl sie voneinander getrennt sind, tauschen sie Informationen aus, stehen also in Kommunikation, weisen sich Rollen zu, verfolgen gemeinsame Projekte, Zwecke und Ziele. Wie in jedem Team kann es Grüppchen und Allianzen geben, Feindseligkeiten und Konflikte.

 

Ego-States sind also mehr als ein Persönlichkeitsanteil.

 

 

Trance-Techniken (Hypnose) sind eine gute Möglichkeit, diese innere Familie sichtbar zu machen, Blockaden zu lösen und Ressourcen zu entfalten.