An und in Beziehungen wachsen

by Klicker@pixelio.de
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Menschen sind soziale Wesen. Wir brauchen andere, wir suchen die Gemeinschaft. Dazu treibt uns ein neuronales Grundbedürfnis an: Wir wollen verstanden, akzeptiert, geliebt werden. Aber soziale Beziehungen sind immer auch ein Wagnis. Wir spüren es vor allem in unserem Herzraum. Je intimer die Beziehung ist oder je mehr Hoffnung wir mit anderen verbinden, desto größer empfinden wir vielleicht das Risiko, abgelehnt, ausgegrenzt oder benutzt zu werden. Zurückweisungen oder Enttäuschungen werden dann gern als Katastrophe interpretiert, statt fühlen zu können: Ich war, bin und bleibe ein gutes Angebot.

 

Etwa mit dem 7. Lebensjahr ist unser neuronales Beziehungssystem, die „Du-Landkarte“, so gefestigt, wie wir es dann in Beziehungen zu anderen ein Leben lang erfahren und immer wieder neu erzeugen. Wir tun viel oder unterlassen viel, um zu gefallen, andere auf uns aufmerksam zu machen oder den Irrglauben in uns zu stärken, dass wir in uns selbst doch die beste Gesellschaft haben.

 

Zufriedenheit in Beziehungen entsteht, wenn wir wie ein Feuer sein können, dass andere mit seinem Licht und seiner Wärme zum Verweilen einlädt. Wenn wir das Geschenk des Miteinanders bewahren wollen, ohne es besitzen zu müssen. Je besser es uns gelingt, alles Blockierende auf unserer „Du-Landkarte“ zu überschreiben, um so seltener entwickeln wir das Bedürfnis, andere zum Objekt unserer Interessen machen zu wollen. Damit einher geht die Unfähigkeit, sich selbst zum Objekt anderer machen zu lassen.

 

 

Das Leben wird dadurch nicht einfacher, aber zufriedenstellender. Gern zeige ich Ihnen den Weg.